Geschichte der Burg
Der Bau der Burg Sigulda begann 1207 unter dem Schwertbrüderorden. Zunächst war sie eine Befestigung vom Typ Kastell, die den Wasserweg der Gauja überwachen und die Burg des Bischofs in Turaida auf der anderen Flussseite im Blick behalten sollte. In den 1260er Jahren baute der Livländische Orden sie zu einem Konventhaus mit quadratischem Innenhof um.
Im Laufe der Jahrhunderte litt die Burg im Livländischen Krieg und im Polnisch-Schwedischen Krieg, und Anfang des 18. Jahrhunderts, im Großen Nordischen Krieg, verlor sie endgültig ihre militärische Bedeutung. Im 19. Jahrhundert bewunderte man die Ruine als romantisches Zeugnis der Vergangenheit, und von 1878 bis 1881 entstand gleich daneben das Neue Schloss Sigulda.
Die systematische Erforschung und Restaurierung begann 1962. Die größte Veränderung brachten die Jahre 2011 und 2012, als die Ruine mit Unterstützung der EU rekonstruiert und die Türme erstmals für Besucher geöffnet wurden.